Fische vermehren sich, von wenigen Ausnahmen abgesehen, durch Laich. Da die meisten Gelege Fressfeinden zum Ofper fallen, schwank die Anzahl der Eier extrem: Störe legen mehrere Millionen, die brutpflegenden Stichlinge nicht mehr als 100 Eier.
Um ihren Jungen die grösstmögliche Überlebenschance zu bieten, nehmen manche Fischarten erhebliche Wanderungen auf sich. Sie wandern in geeignete Reviere für ihre Eiablage (z.B. Lachs).
Als allgemeine Regel gilt, dass grosse Fische und solche ohne spezielle Brutpflege grosse Laichmengen erzeigen, während kleine Fische aus körperlichen Gründen diese Leistung nicht erbringen können.
Die Fortpflanzung findet bei den meisten Fischen ausserhalb des Körpers statt. Der weibliche Rogen (die Eier) und die männliche Milch (Samen) werden gleichzeitig von den Tieren ins Wasser abgesetzt. Die Fortpflanzungsorgane der Fische befinden sich seitlich und oberhalb des Darms.
Die weiblichen Tiere geben ihre Eier ins Wasser ab. Normalerweise werden die schalenlosen kugeligen Eier, deren Durchmesser zwischen 1,5 und 5 Millimeter schwankt, vom Weibchen in flachen Mulden des untiefen Fluss-oder Seegrundes abgelegt und manchmal etwas getarnt. Andere Arten setzen ihren Laich vollkommen ungeschützt an Wasserpflanzen und Steinen ab. Sofort nach der Ablage müssen die Eier vom Männchen besamt werden, indem dieser seinen Samen darübergiesst.