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Reptilien - Verteidigung

Auch Reptilien werden gejagt, weshalb sie verschiedene Arten von Abwehrmechanismen entwickelt haben. Einige sind Meister der Tarnung: Hautmuster und Färbungen erlauben ihnen eine vollständige Anpassung an die Umgebung. Schlangen, wie die wunderschöne Gabunviper, können auf diese Weise fast vollkommen unsichtbar werden. Andere Schlangen, wie die Hakennatter, stellen sich bei der Annäherung von Feinden tot. Wieder andere sind mit Warnfarben ausgestattet, um potentielle Feinde von ihrer Gefährlichkeit zu überzeugen. Einige harmlose Arten, wie die purpurrote Königsschlange und die Falsche Korallenschlange, ahmen die Farben ihrer gefährlichen Verwandten nach, um mögliche Verfolger abzuwehren.

Einige Abwehrmechanismen bestimmter Reptilien wirken noch aggressiver als die bisher genannten Beispiele. Viele Echsenarten, wie die australische Kragenechse, sind mit Hautlappen um ihren Kopf herum ausgestattet, die sie aufblasen oder aufstellen können, um größer oder „ungenießbar“ auszusehen. Ein Trick, den die Mitglieder der gefährlichen Kobrafamilie perfektionieren, indem sie bei Bedrohung ihre eindrucksvolle Nackenhaut aufrichten. Andere Arten, wie der Dornteufel, sind mit wild aussehenden Stacheln bedeckt, während sich wieder andere auf ihren Vorderbeinen aufrichten und ihren Körper aufblasen, um imposanter auszusehen. Viele Schlangen zischen oder sperren den Mund auf, wenn sie bedroht werden. Warnungen können auch auf andere unangenehme Art und Weise abgegeben werden: Viele harmlose Schlangen scheiden übel riechende Substanzen aus speziellen Drüsen in der Nähe ihres Schwanzes aus. Drei Arten von Kobras spucken aus besonders dafür entwickelten Rillen ihrer Beißzähne Gift in die Augen ihrer Feinde, das zum Erblinden führen kann.

Große Krokodile und große Würgeschlangen haben wenige natürliche Feinde. Ihre Größe reicht meist zur Abschreckung neugieriger Besucher aus.