Echsen bilden die wohl erfolgreichste und artenreichste Gruppe unter den heute lebenden Reptilien. Sie gehören, zusammen mit den Schlangen und den Doppelschleichen (Amphisbaenidae), zur Ordnung der Schuppenkriechtiere, die über 4.000 Arten umfasst. Echsen sind mit Ausnahme der Polarregionen weltweit heimisch. Der etwa 2 Zentimeter lange Zwerg-Gecko ist der kleinste Vertreter der Ordnung. Die größte Echse ist der über 3 Meter große Komodowaran. Der Lebensraum der Echsen reicht von Wäldern bis zu Wüsten, ihre Nahrung von Insekten bis zu Ziegen. In manchen Fällen können Echsen sogar ihre Farbe an die Umgebung anpassen oder durch die Luft gleiten, indem sie Hautlappen als Fallschirme benutzen. Von Schlangen unterscheiden sich Echsen hauptsächlich durch ihre Beine. Zudem verfügen sie über Ohröffnungen und bewegliche Augenlider - und ihre Kiefer weisen eine weitaus geringere Flexibilität auf. Die meisten Echsen haben vier Beine mit fünf Zehen an jedem Fuß, obwohl auch einige Arten existieren, die ihre externen Gliedmaßen verloren haben. Echsen sind bekannt für ihre Schnelligkeit, Aufmerksamkeit und ihre Fähigkeit, geschickt über Hindernisse zu klettern, was ihnen die Flucht vor ihren Verfolgern erleichtert. Die meisten Arten sind harmlos, doch sobald sie in Bedrängnis geraten, können sie durchaus schmerzhaft zubeißen. Lediglich die mexikanische Krustenechse sowie die Gila-Krustenechse sind zudem mit Gift ausgestattet. Dieses ähnelt zwar dem Schlangengift, stellt für uns Menschen allerdings keine große Gefahr dar. |