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Fledermäuse - Tiere zum Fürchten?

Fledermäuse haben bei uns keinen guten Ruf. Sie versetzen die Menschen in Angst und Schrecken. In Film und Fernsehen sind sie mit Graf Dracula verwandt, saugen Blut und sind für den Menschen äusserst gefährlich.

Liegt es daran, dass es Nachttiere sind?

Vor vielen Jahrhunderten sagten die Menschen, die Fledermaus sei mit dem Teufel verwandt. Deshalb sieht man auf früheren Kirchenbildern den Teufel mit Fledermausflügeln. Bei den alten Römern war es ein Brauch, Fledermäuse vor die Stalltüren zu nageln, um sich so vor Krankheiten zu schützen.

Es gab Völker, die haben die Fledermaus geschätzt:

Im alten Ägypten bewunderte man die gute Sehfähigkeit der Fledermäuse in der Nacht. So verabreichte man bei Sehstörungen eine Medizin, die auch ein bisschen aus Fledermausurin bestand. In Arabien verordnete ein Arzt gekochte Fledermäuse gegen bestimmte Rückenschmerzen. In Indien legte man sich zur Heilung abgezogene Fledermaushaut auf kranke Körperteile.

Ebenso gab es Völker, bei denen waren Fledermäuse beliebt. Die Mayas verehrten einen Gott, der als Mensch mit Fledermausflügeln und einem Fledermauskopf dargestellt war.

In China und Japan ist die Fledermaus sogar ein Glücksbringer! In China bedeutet das Wort „fu“ Glück und zugleich Fledermaus. Auf Münzen und Medaillen sind fünf Fledermäuse („wu fu“) abgebildet. Die fünf Fledermäuse stehen für Glück, Reichtum, langes Leben, Gesundheit und leichten Tod.