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Forschendes Lernen
Säugetiere - Säugen und Schützen

Wissenschaftler bezeichnen Säugetiere als Mammalia, was soviel heißt wie "Tiere mit Milchdrüse". Dalmatiner beim SäugenDas Säugen der Jungen ist ein Merkmal,das sie von allen anderen Tieren unterscheidet - und es verschafft ihnen einen besonderen Vorteil: die Eltern können ihren Nachwuchs länger beschützen, und die Jungen können sich auch nach der Geburt noch weiterentwickeln. Sie haben damit länger Zeit zum Lernen.

Affen, Elefanten und Nashörner säugen am längsten: Die Elefantenmutter säugt ihr Junges zwei Jahre lang, Affen sogar bis ins vierte Lebensjahr. Das Affenjunge ist so abhängig von der Muttermilch, dass es alleine nicht überlebt, wenn die Mutter vorher stirbt. Während es der Affenmutter aber ein leichtes ist, ihr Junges an die Brust zu führen, muss das Elefantenbaby schon selbst stehen können, um an die Zitzen zu gelangen, die sich hoch oben zwischen den Vorderbeinen der Mutter befinden.

Schweine bekommen bis zu zwölf Junge, können die eigenen Jungen aber - durch den Geruch - genau von fremden unterscheiden und säugen in der Regel auch nur die eigenen. Umgekehrt findet jedes Ferkel innerhalb einer Woche seine eigene Zitze, an der es fortan ausschließlich saugt. Aber auch Tiere, die ausschließlich im Wasser leben, wie zum Beispiel Wale, gehören zu den Säugetieren. Wale brauchen zum Säugen der Jungen enorme Mengen an Energie: 80 Kilogramm nimmt ein Waljunges pro Tag an Gewicht zu, wofür es über 130 Kilogramm der fettreichen Muttermilch benötigt.

Milch aus dem Beutel gibt es bei den Kängurus. Das Kleine wächst im Beutel heran, der Geruch weist ihm den Weg zu den Zitzen. Je nach Art dauert es zwei bis sieben Monate, bis sich der Nachwuchs aus dem Beutel der Mutter löst. Doch auch danach kehren die jungen Kängurus oft noch monatelang zu Mutters Zitzen zurück. Auch die Fledermäuse gehören zu den Säugern. Früher hielt man sie für halbe Vögel. Aber wenn man es schafft, sie in ihren Verstecken zu beobachten, kann man sie säugen sehen: Die Zitzen der Mutter sitzen unter den Achselhöhlen, gut versteckt von den Flügeln.