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Vögel - Vom Ei zum Hunh

Im Inneren ist gelber Dotter von der Dotterhaut umhüllt und freischwimmend über die elastischen Hagelschnüre im Ei lose fixiert. Der gelbe Dotter schließt weißen Dotter (wD) ein. Am animalen Pol, über dem weißen Dotter, wird zunächst die Keimscheibe und daraus der Embryo mit den Keimhäuten gebildet. Der gesamte Dotter und die Keimanlage sind vom Eiweiß umgeben. Der Schalenhaut ist eine weisse oder farbhaltige Kalkschicht aufgelagert. Der Sauerstoffvorrat ist in der Luftkammer enthalten.

Vogelei
  1. Kalkschale
  2. Schalenhaut
  3. Schalenhaut
  4. Hagelschnur
  5. äusseres Eiklar (dünnflüssig)
  6. mittleres Eiklar (dickflüssig)
  7. Dotterhaut
  8. Bildungsdotter
  9. Keimfleck ("Hahnentritt")
  10. Gelber Dotter
  11. Weisser Dotter
  12. inneres Eiklar (dünnflüssig)
  13. Hagelschnur
  14. Luftkammer
  15. Kutikula

Damit aus dem frisch gelegten Ei ein Küken wird, muss es fleißig bebrütet werden. Drei Wochen lang sitzt die Henne auf dem Ei und sorgt für eine Temperatur von 37 - 38° C. Was aber passiert in dem Ei während dieser Zeit?

Schon am ersten Tag nach der Befruchtung bildet sich um die Keimscheibe herum ein Blutgeflecht, das den Embryo mit Nährstoffen aus dem Dotter versorgt. Diese Blutgefäße werden immer dichter. Am dritten Tag hat sich ein funktionstüchtiges Herz entwickelt. Drei Tage später sind auch die meisten anderen Organe angelegt. Außerdem können wir schon die Gliedmaßen erkennen: Allerdings wirkt der Kopf mit den riesigen Augen im Verhältnis zum Körper noch recht groß. Der kleine Embryo wächst und wächst. Seine Füße und Flügel können wir am zehnten Tag erkennen und einen Tag später sogar die Poren, aus denen bald die Federn sprießen.

Der Embryo muss nun vor allem größer werden, denn er füllt noch nicht einmal die Hälfte des Eis aus. Mit jedem Tag wächst er, bis er am 14. Tag so groß ist wie das Ei. Um sich Platz zu verschaffen durchsticht er nach ein paar Tagen die Ei-Membran und deponiert Kopf und Schnabel in der Luftkammer. Die Lungen fangen jetzt an zu arbeiten und der Embryo nimmt die Gluckslaute seiner Mutter wahr. Ab dem 19. Bruttag ist die Entwicklung beendet und der Dotter fast aufgebraucht. Das Küken zieht ihn - bevor es schlüpft - durch den Nabel ein. So hat es die ersten 24 Stunden nach dem Schlüpfen ausreichend Nahrung.

VogeleiDann ist es endlich so weit: Am 19. oder 20. Tag schlüpft das Küken. Aber das ist gar nicht so leicht, denn in dem Ei ist kaum mehr Platz für Bewegung: Das Küken hebt den Kopf und dreht ihn so, dass es mit seinem Ei-Zahn ein Loch in die Schale picken kann. Dann dreht es den Kopf und hackt die Schale kreisförmig ein. Das dauert einige Stunden und das Küken muss wegen der schweren Arbeit oft lange Pausen einlegen. Schließlich stemmt es sich von innen gegen die Schale und hebt mit dem Kopf den Deckel ab.